Predictive

Die Bedeutung der Planung als zentrales Instrument der Unternehmenssteuerung hat kontinuierlich zugenommen. Nachdem ab den 80er Jahren (ausgehend von der Absatz- und Produktionsplanung) sukzessive auch Investitionen, Finanzen und Liquidität, Personal, Beschaffung, IT, Marketing, Produkte und Produktgruppen sowie Forschung und Entwicklung in die Planungsaktivitäten von Unternehmen Einzug gehalten haben, lag der Fokus in den 2000er Jahren eher auf der Prozessunterstützung.

Seitdem wurden Planer zur Verbesserung und Vereinfachung Ihrer Planung zunehmend durch flexible IT-Systeme unterstützt. Diese waren zunächst darauf ausgelegt, die individuellen Anforderungen von Unternehmen an eine Planungsanwendung mit Standardfunktionen zu unterstützen, u.a.:

  • Automatisierte und kontinuierliche Integration von planungsrelevanten Daten in einem zentralen Planungssystem
  • Verlagerung von Geschäfts- und Planungslogik aus dem beliebten Excel-Frontend in die Planungssoftware
  • Intuitive Planungsmasken und Benutzerführung (Workflow) zur Begleitung des Planers durch den Planungs- und Freigabeprozess
  • Zusammenführung der dezentralen Teilplanungen zu einer integrierten Planung, in der die Einflüsse der Teilplanungsergebnisse abgebildet sind
  • Tagesaktuelle Darstellung von Plan- und Ist-Zahlen sowie deren Abweichungen
  • Unterstützung von „What-If“ Analysen auf Plan- und Ist-Daten

Auch wenn diese Planungssysteme die Planer schon allein durch die Digitalisierung der Planungsprozesse entlasten konnten, ist aktuell eine weitere Entwicklung zu erkennen. Bei dieser geht es in Zeiten von Big Data darum, die in den Unternehmensdaten und weiteren externen Quellen (wie z.B. Social Media, Konjunkturdaten, Marktforschungsdaten etc.) enthaltenen Informationen zu nutzen. Mit mathematischen Verfahren zur Prognose (basierend auf Data Mining Algorithmen und einer Optimierung der Ergebnisse mit Methoden der Linearen Optimierung) soll die Planung noch effektiver gestaltet werden. Ziel ist es dabei, mithilfe der System-Unterstützung auf der einen und dem Expertenwissen der Planer auf der anderen Seite:

  • die Qualität der Planung zu verbessern und Fehler zu vermeiden,
  • Erkenntnisse zu gewinnen, um den Planungsprozess fortlaufend zu verbessern,
  • personelle Kapazitäten zu gewinnen,
  • relevante Informationen für den Planungsprozess zu identifizieren und zu nutzen,
  • auf die zunehmende Komplexität und Dynamik des Planungsumfelds und der eigenen Organisation zu reagieren.
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Optimierung der Planung

In der heutigen, digitalen und schnelllebigen Zeit kann die optimale Planung auf den Punkt gebracht mit „PPO“ beschrieben werden: Prediction, Planning, Optimization.

 

Viele Unternehmen hören jedoch immer noch nach der Fertigstellung ihrer Planung auf. Und das, obwohl es heute vielfältige Möglichkeiten gibt, um an dieser Stelle mit einer Optimierung anzuschließen und auf diese Weise noch gezielter zu planen und zu steuern.

 

Die Optimierung hilft Unternehmen, vereinfacht ausgedrückt, dabei, die richtigen Dinge zu tun, also eine Steigerung der Effektivität zu erreichen, und dabei, diese Dinge richtig zu tun, was zu einer Steigerung der Effizienz und somit der Deckungsbeiträge führt. Sie unterstützt und „verbessert“ die Planung mithilfe mathematischer Modelle, die Miss-fits in den Planungen aufdecken und Wege aufzeigen, trotz konkurrierender Ziele – wie z.B. die Maximierung der Einnahmen auf der einen und die Steigerung der Effizienz auf der anderen Seite – und Ressourcenbeschränkungen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

 

Folgende Faktoren spielen für die Optimierung eine entscheidende Rolle:

  • Entscheidungen, z.B. „Was ist wo und wann zu produzieren?“
  • Ziele, z.B. Minimierung der Produktionskosten
  • Beschränkungen, z.B. begrenzte Produktionskapazitäten

Der Grund für die bisherige Zurückhaltung im Bereich der maschinellen Planungs-Optimierung leuchtet ein: entsprechende Technologien sind erst seit Kurzem so einfach einsetzbar wie es heute der Fall ist und daher vielen Unternehmen nicht geläufig. Zu diesen Technologien, die entscheidend zu einer Steigerung der Planungseffizienz und -effektivität beitragen können, gehören u.a. SAP APO, SAP PPDS und IBM ILOG CPLEX.

 

Mehr zu IBM IBM ILOG CPLEX und seiner Funktionsweise.

 

Autor: Marco Becker, Senior Solution Expert avantum consult AG

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